simbabwe
Simbabwe ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika ohne direkten Zugang zum Meer. Das Land grenzt im Norden an Sambia, im Osten an Mosambik, im Süden an Südafrika und im Westen an Botswana. Die Hauptstadt Harare liegt im Nordosten des Landes und ist mit über 1,5 Millionen Einwohnern die größte Stadt Simbabwes. Die geografische Lage macht Simbabwe zu einem wichtigen Transitland in der Region.
Simbabwe verwendet seit 2009 ein Multi-Währungssystem, wobei der US-Dollar die am häufigsten genutzte Währung ist. Nach der Hyperinflation 2008, die den Simbabwe-Dollar wertlos machte, wurden mehrere Fremdwährungen wie US-Dollar, Euro, Südafrikanischer Rand und Britisches Pfund als offizielle Zahlungsmittel zugelassen. 2019 wurde mit dem RTGS-Dollar bzw. Simbabwe-Dollar erneut eine eigene Währung eingeführt, allerdings sind ausländische Währungen weiterhin weit verbreitet. Reisende sollten sich vor der Einreise über die aktuelle Währungssituation informieren.
Die Victoriafälle an der Grenze zu Sambia gehören zu den spektakulärsten Wasserfällen der Welt und sind Simbabwes bekannteste Attraktion. Der Hwange-Nationalpark ist das größte Wildreservat des Landes und beherbergt eine riesige Elefantenpopulation sowie zahlreiche andere Wildtiere. Die Ruinen von Great Zimbabwe, eine mittelalterliche Steinstadt, sind UNESCO-Weltkulturerbe und Namensgeber des Landes. Weitere Highlights sind der Kariba-See, einer der größten künstlichen Seen der Welt, und die Matobo-Hügel mit ihren einzigartigen Felsformationen und prähistorischen Felsmalereien.
Simbabwe ist ein mehrsprachiges Land mit insgesamt 16 offiziell anerkannten Sprachen. Die drei wichtigsten Sprachen sind Englisch, Shona und Ndebele. Englisch dient als Amtssprache und wird in Bildung, Verwaltung und Geschäftswelt verwendet. Shona wird von etwa 70 Prozent der Bevölkerung gesprochen und ist hauptsächlich im Norden und Osten verbreitet, während Ndebele vor allem im Süden und Westen gesprochen wird. Diese sprachliche Vielfalt spiegelt die kulturelle Diversität des Landes wider.
Die beste Reisezeit für Simbabwe ist während der trockenen Wintermonate von Mai bis Oktober. In dieser Zeit sind die Temperaturen angenehm, die Wildbeobachtung ist optimal, da sich Tiere an Wasserstellen sammeln, und das Malariarisiko ist geringer. Die Victoriafälle führen zwischen Februar und Mai am meisten Wasser nach der Regenzeit, während sie zwischen September und Dezember weniger Wasser führen, aber bessere Sicht bieten. Die Regenzeit von November bis April bringt heiße Temperaturen und häufige Niederschläge, macht das Land aber grün und ist ideal für Vogelbeobachtungen.