obert

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Obert ist ein ursprünglich germanischer Vorname, der sich aus den Elementen 'od' (Besitz, Reichtum) und 'beraht' (glänzend, strahlend) zusammensetzt. Als Nachname tritt Obert vor allem im deutschen und französischen Sprachraum auf und wurde im Mittelalter als Familienname etabliert. Der Name kann auch als Variante von Odbert oder Aubert verstanden werden. In verschiedenen Regionen Europas haben sich unterschiedliche Schreibweisen entwickelt, wobei die Bedeutung 'der durch Reichtum Glänzende' erhalten blieb.

Der Nachname Obert gehört zu den seltener vorkommenden Familiennamen in Deutschland, wobei die höchste Konzentration in Süddeutschland, insbesondere in Baden-Württemberg und Bayern, zu finden ist. Schätzungsweise tragen etwa 3.000 bis 4.000 Personen in Deutschland diesen Nachnamen. Regional gibt es deutliche Unterschiede in der Verbreitung, was auf die historische Ansiedlung von Familien in bestimmten Gebieten zurückzuführen ist. Im europäischen Vergleich findet man den Namen auch in Frankreich, der Schweiz und vereinzelt in osteuropäischen Ländern.

Es gibt verschiedene bekannte Persönlichkeiten mit dem Nachnamen Obert in unterschiedlichen Bereichen. Im sportlichen Bereich sind einige Athleten und Trainer mit diesem Namen aktiv gewesen. In akademischen und wissenschaftlichen Kreisen finden sich Forscher und Professoren namens Obert. Auch in der Geschäftswelt und im künstlerischen Bereich gibt es Träger dieses Namens, die sich in ihren jeweiligen Fachgebieten etabliert haben. Die relative Seltenheit des Namens macht einzelne Namensträger in ihren Bereichen besonders identifizierbar.

Der Name Obert hat im Laufe der Geschichte verschiedene Schreibvarianten entwickelt, darunter Aubert, Oberth, Obrecht und Oberd. In französischsprachigen Regionen ist die Form Aubert besonders verbreitet, während in deutschsprachigen Gebieten Oberth oder Obrecht häufiger vorkommen. Diese Variationen entstanden durch regionale Dialekte, unterschiedliche Schreibtraditionen und Migration von Familien über Sprachgrenzen hinweg. Alle diese Varianten lassen sich auf dieselbe germanische Wortwurzel zurückführen. Bei genealogischen Forschungen ist es wichtig, diese unterschiedlichen Schreibweisen zu berücksichtigen.

Die Erforschung der Familiengeschichte des Namens Obert beginnt idealerweise mit der Sammlung von Dokumenten wie Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden der bekannten Vorfahren. Kirchenbücher, besonders in süddeutschen und schweizerischen Gemeinden, bieten oft wertvolle Informationen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Standesämter können bei der Beschaffung offizieller Dokumente helfen, während Staatsarchive historische Unterlagen wie Grundbücher oder Steuerlisten bewahren. DNA-Genealogie kann zusätzliche Erkenntnisse über geografische Ursprünge und Verwandtschaftsbeziehungen liefern. Die Zusammenarbeit mit anderen Obert-Familien durch Genealogie-Foren kann den Forschungsprozess erheblich beschleunigen.