uefa conference league

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Die UEFA Conference League ist der drittwichtigste europäische Klubwettbewerb im Fußball, der in der Saison 2021/22 eingeführt wurde. Sie steht in der Hierarchie unter der Champions League und der Europa League und bietet Vereinen aus kleineren Fußballnationen sowie Teams, die sich nicht für die beiden höheren Wettbewerbe qualifiziert haben, die Möglichkeit auf europäischer Ebene anzutreten. Der Wettbewerb folgt einem ähnlichen Format wie die anderen UEFA-Wettbewerbe mit Gruppen- und K.o.-Phasen. Das Finale wird jährlich an einem neutralen Austragungsort ausgetragen, wobei der Sieger automatisch für die UEFA Europa League der Folgesaison qualifiziert ist.

Die Qualifikation für die Conference League erfolgt hauptsächlich über die Platzierung in den nationalen Ligen und Pokalwettbewerben der UEFA-Mitgliedsverbände. Jeder Verband erhält je nach UEFA-Koeffizient eine bestimmte Anzahl an Startplätzen, wobei stärkere Ligen mehr Plätze erhalten. Typischerweise qualifizieren sich Teams über mittlere Tabellenplätze der Liga oder durch Pokalsiege, wenn die besser platzierten Mannschaften bereits für Champions League oder Europa League qualifiziert sind. Zusätzlich steigen Teams aus den Qualifikationsrunden der Europa League in die Conference League ab, wenn sie dort ausscheiden.

Die Conference League beginnt mit mehreren Qualifikationsrunden im Sommer, gefolgt von den Play-offs zur Hauptrunde. In der Gruppenphase treten 32 Mannschaften in acht Gruppen zu je vier Teams an, wobei die ersten beiden jeder Gruppe ins Achtelfinale einziehen. Die Gruppendritten der Europa League steigen ebenfalls ins Achtelfinale der Conference League ein. Ab dem Achtelfinale wird der Wettbewerb im K.o.-System mit Hin- und Rückspiel ausgetragen, bis auf das Finale, das als einzelnes Spiel an einem vorher festgelegten neutralen Ort stattfindet.

Die Teilnahme deutscher Mannschaften in der Conference League variiert von Saison zu Saison je nach Abschneiden in der Bundesliga und im DFB-Pokal. In der Regel qualifiziert sich der DFB-Pokalsieger für die Europa League, sodass oft der Tabellensechste oder Siebte der Bundesliga den Conference-League-Platz erhält, sofern keine Sonderkonstellation durch Pokalsieger entsteht. Zu den bisherigen deutschen Teilnehmern gehörten unter anderem der 1. FC Köln und der 1. FC Union Berlin. Die deutschen Vereine sehen die Conference League als wichtige Chance, internationale Erfahrung zu sammeln und sich sportlich sowie finanziell weiterzuentwickeln.

Die UEFA schüttet in der Conference League deutlich weniger Preisgeld aus als in Champions League oder Europa League, dennoch sind die Summen für viele teilnehmende Vereine attraktiv. Bereits für die Teilnahme an der Gruppenphase erhalten Clubs eine Startprämie von rund 2,94 Millionen Euro, hinzu kommen Siegprämien von 500.000 Euro und Unentschieden-Prämien von 166.000 Euro pro Gruppenspiel. Für das Erreichen der K.o.-Runden gibt es gestaffelte Bonuszahlungen, die bis zum Finale ansteigen, wobei der Sieger insgesamt etwa 15 Millionen Euro verdienen kann. Zusätzlich fließen Einnahmen aus Marktpool-Verteilungen und TV-Rechten, die je nach Herkunftsland unterschiedlich ausfallen.