radio
Radioübertragung basiert auf elektromagnetischen Wellen, die Informationen durch die Luft transportieren. Im Sender wird das Audiosignal auf eine hochfrequente Trägerwelle moduliert – entweder durch Amplitudenmodulation (AM) oder Frequenzmodulation (FM). Diese modulierte Welle wird über eine Antenne ausgestrahlt und von Radioempfängern aufgefangen, die das Signal demodulieren und wieder in hörbaren Ton umwandeln. Die Reichweite hängt von der Sendeleistung, Frequenz und geografischen Gegebenheiten ab.
UKW (Ultrakurzwelle) ist die analoge Radioübertragung, die seit den 1950er Jahren Standard ist, während DAB+ (Digital Audio Broadcasting) die moderne digitale Variante darstellt. DAB+ bietet eine deutlich bessere Klangqualität, ermöglicht die Übertragung von Zusatzinformationen wie Interpret und Titel sowie eine größere Sendervielfalt auf weniger Frequenzen. Zudem ist DAB+ störungsärmer und energieeffizienter, weshalb viele Länder schrittweise auf diese Technologie umstellen. Allerdings benötigt man spezielle DAB+-fähige Empfangsgeräte.
Ja, Internetradio ist eine beliebte Alternative zum klassischen terrestrischen Radioempfang. Über Webradio-Plattformen, Apps oder die Websites der Radiosender können Programme weltweit gestreamt werden. Dies bietet Zugang zu tausenden nationalen und internationalen Sendern ohne geografische Einschränkungen. Der Nachteil ist der Datenverbrauch und die Abhängigkeit von einer stabilen Internetverbindung, während klassisches Radio ohne Internetkosten empfangen werden kann.
Die wichtigsten Frequenzbereiche sind Langwelle (LW, 148-283 kHz), Mittelwelle (MW, 526-1606 kHz), Kurzwelle (KW, 3-30 MHz) und Ultrakurzwelle (UKW/FM, 87,5-108 MHz). UKW wird für lokales und regionales FM-Radio verwendet und bietet die beste Klangqualität im analogen Bereich. Mittel- und Langwelle haben größere Reichweiten, besonders nachts, aber schlechtere Tonqualität. Kurzwelle ermöglicht weltweite Übertragungen und wird noch von internationalen Sendern genutzt.
Die Reichweite von Radiosendern hängt von mehreren Faktoren ab: der Sendeleistung, der verwendeten Frequenz und geografischen Hindernissen wie Bergen oder Gebäuden. UKW-Sender haben typischerweise eine lokale bis regionale Reichweite von 30-100 Kilometern, da sich diese Wellen geradlinig ausbreiten. Mittel- und Langwellensender können durch Reflexion an der Ionosphäre deutlich größere Distanzen überbrücken. Zudem werden Sendelizenzen regional vergeben, sodass Sender bewusst nur bestimmte Gebiete abdecken.