trump iran
Im Mai 2018 kündigte Trump den Ausstieg der USA aus dem Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) an, da er das Abkommen als unzureichend betrachtete. Er kritisierte hauptsächlich, dass das Abkommen keine Beschränkungen für Irans Raketenprogramm enthielt und die Nuklearbeschränkungen zeitlich begrenzt waren. Trump argumentierte, das Abkommen stelle keine dauerhafte Lösung dar und gefährde die Sicherheit der Region. Nach dem Ausstieg verhängte die US-Regierung umfassende Wirtschaftssanktionen gegen den Iran, um Druck für ein neues, umfassenderes Abkommen aufzubauen.
Am 3. Januar 2020 ordnete Präsident Trump einen Drohnenangriff am Flughafen von Bagdad an, bei dem der iranische General Qasem Soleimani getötet wurde. Soleimani war der Kommandeur der Quds-Einheit der Iranischen Revolutionsgarden und galt als zweitmächtigster Mann im Iran. Die USA begründeten den Angriff damit, dass Soleimani Angriffe auf amerikanische Truppen und Diplomaten geplant habe. Der Iran reagierte wenige Tage später mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen im Irak, was die Region an den Rand einer offenen militärischen Konfrontation brachte.
Die von Trump verhängten Sanktionen zielten insbesondere auf Irans Öl-Exporte, Bankensystem und verschiedene Wirtschaftssektoren ab. Die iranische Wirtschaft geriet dadurch unter erheblichen Druck, mit starker Währungsabwertung, Inflation und einem massiven Rückgang der Öleinnahmen. Die Sanktionen erschwerten dem Iran den Zugang zu internationalen Finanzmärkten und beeinträchtigten auch die zivile Bevölkerung durch Preissteigerungen und Versorgungsengpässe. Trotz des wirtschaftlichen Drucks weigerte sich der Iran, auf alle US-Forderungen einzugehen, und intensivierte seinerseits sein Atomprogramm als Reaktion auf den Ausstieg aus dem JCPOA.
Die Beziehung zwischen den USA und dem Iran verschlechterte sich unter der Trump-Administration dramatisch und erreichte zeitweise den kritischsten Punkt seit Jahrzehnten. Nach dem Ausstieg aus dem Atomabkommen und der Wiedereinführung von Sanktionen kam es zu mehreren gefährlichen Zwischenfällen, darunter Angriffe auf Öltanker im Persischen Golf und der Abschuss einer US-Drohne durch den Iran. Die Politik des "maximalen Drucks" sollte den Iran zu Verhandlungen zwingen, führte aber stattdessen zu verstärkter Eskalation. Diplomatische Kanäle waren weitgehend geschlossen, und beide Seiten standen sich mit harter Rhetorik und militärischer Drohkulisse gegenüber.
Nach seiner Rückkehr ins Amt 2025 hat Trump signalisiert, dass er eine harte Linie gegenüber dem Iran fortsetzen wird, während er gleichzeitig betont, keinen Krieg anzustreben. Seine Administration konzentriert sich auf die Wiedereinführung der Politik des maximalen Drucks und verschärfte Sanktionen, um das iranische Atomprogramm einzuschränken. Trump hat angedeutet, dass er offen für Verhandlungen sei, jedoch nur unter der Bedingung, dass ein umfassendes Abkommen erreicht wird, das auch ballistische Raketen und regionale Aktivitäten des Iran einschließt. Die Situation bleibt angespannt, da der Iran sein Atomprogramm in der Zwischenzeit erheblich ausgebaut hat und sich näher an waffenfähigem Uran befindet als jemals zuvor.